Sossusvlei, Desert Quiver Camp, Sonntag 5. Februar 2017

 

Von Maltahöhe sind wir zunächst wieder durch endlos weite Landschaft gefahren, so wie das typisch für das dünn besiedelte und trockene südliche Namibia ist. Der rote Sand, der überall durchschimmert, zeigt, daß wir uns noch in den Ausläufern der trockenen Kalahari bewegen. Selten mal ein Haus, geradezu unheimliche Einsamkeit. Menschen im Kampf gegen die Widernisse der Natur, auf sich allein gestellt. Wie schafft man das, ohne depressiv zu werden? Wenn wir da vorsichtig nachhorchen, dann kommt sowas wie Freiheit, das ist doch unser und das Land unserer Vorfahren, hier kann ich alles ausprobieren. Wie abhängig sind wir im Denken vom Überfluß, der uns umgibt. Wovon hängt Glück ab? Die Einsamkeit, die Gleichförmigkeit kann richtig zum Denken anregen.

 

Wir fahren fast unmerklich auf 1.600 m hoch. Kahle Berge, mal mit rötlichem Sand, mal grünlich schimmernd von irgendwelchen eingeschlossenen Mineralien. Dazwischen Täler mit ein paar Bäumen. Kaffee-/Tee-Pause in der schönen Hammerstein Lodge, 100 km von Maltahöhe weg, alles auf Schotterstraßen. Wir sind von der Fahrt durch die Berge begeistert. Abstieg auf 1.000 m, aus der Hochebene ragen einzelne kleinere Berge heraus. Kahl. Unwirtlich. Bizarr schön. In der flimmernden Sonne verfließende, ausgeblichene Farben, blau, grau.

 

Die modernen Häuschen des Camps haben ein zweites Dach aus grob bearbeiteten Ästen, das schützt vor der erbarmungslosen Sonne am Rande der Wüste. Für Selbstversorger, aber die Materialien, vom Holz bis zum Fleisch können bis 16.30 Uhr im nahegelegenen Hotel bestellt werden und kommen dann bis 18.00 Uhr vors Haus. Statt Smartphone abhängiger Tischnachbarn genießen wir die Stille, die hereinbrechende Dunkelheit und einen großartigen Sternenhimmel. Na ja, nicht mehr so großartig wie in der Kalahari in Südafrika, statt Neumond haben wir jetzt einen kräftig zugenommenen Mond, der viel Streulicht verbreitet und damit das Sternegucken erschwert. Holzkohle ist in diesem Land was für Blöde, wir bekamen natürlich Holz und einen super Anzünder für's Grillen unserer Kudu Steaks geliefert. Dauert länger bis zur Glut, hält aber auch länger, funktioniert gut.

Sossusvlei, Desert Quiver Camp, Montag 6. Februar 2017

 

5.30 Uhr aufstehen, 6.30 Uhr fahren wir in den Park. Wunderschöne Farben in der Morgendämmerung. Am Ende der Asphaltstraße laufen wir in die Sanddünen, mit festen Schuhen, langer Hose, Hut und Wasser. Noch kein Mensch da, totale Stille, keine Bewegung, Sanddüne hoch, Sanddüne runter, einige Tierspuren im Sand.

 

Dann fahren wir von der Asphaltstraße runter in den 4 x 4 Tiefsand Bereich. Immer den Spuren nach bis an einen anderen Parkplatz, Ausgangspunkt für die Wanderung zum Versteinerten Wald. Angesichts der Menschen, die da schon unterwegs sind, vergeht uns die Lust, wir fahren ein Stück weiter auf die andere Seite des Dünentals und parken dort. Kaum Menschen, kein belangloses Geschnattere, gut für einen weiteren Spaziergang in die Dünen. Fahrspuren in alle Richtungen. Ich entscheide mich für die Spur ganz links. Führt bald auf einen kleinen Hügel. Ist wohl doch nicht die Hauptspur. Der Sand wird tief, fast hätte es der zweite Gang nicht mehr geschafft, Glück gehabt. Gleich muss die Hauptfahrspur kommen, dann haben wir's hinter uns. Falsch. Festgefahren. Schlimmer als im Schnee, nichts geht mehr, nicht vorwärts, nicht rückwärts. Wir machen mit den Händen Sand von den Rädern weg, um wieder in Schwung zu kommen. Ruth winkt einem der Parkangestellten zu, die mit Geländewagen andere Touristen herumfahren. Kommt auch leicht genervt zu uns. Setzt sich in unseren Mazda, zwei andere Touristen (die sich auch festgefahren hatten) steigen ab und schieben mit mir den Mazda raus. Der Parkangestellte bekommt sein Trinkgeld, wir verbleiben peinlich berührt zurück und fahren ohne weitere Probleme auf die Asphaltstraße zurück. Jetzt weiß ich, wie sich Tiefsand anfühlt. Jetzt weiß ich: wenn ich mir mal wieder über die richtige Fahrspur unsicher bin: aussteigen, Alternativen prüfen, das Schicksal nicht herausfordern, auch nicht im 4 x 4 Modus.

 

Als wir in unser Häuschen zurückkommen sind es draußen 40 Grad, wir stellen die Klimaanlage drinnen auf kühle 28 Grad. 

Heute morgen um ca. 6.30 Uhr bei der Einfahrt in den Park.

Aus, Bahnhof Hotel, Dienstag 7. Februar 2017

 

Wir frühstücken in Sossusflie auf unserer Veranda. Totale Stille, 8.00 Uhr, Sonne, Federwolken, selten fährt in der Ferne ein Auto vorbei. Die Berge zeichnen sich in leicht diesigem Licht vor dem blauen Himmel ab. Wir fahren über Schotterstraßen drei Stunden in die Tirasberge. Kahle Berge, in der Ebene spärlicher Bewuchs, selten mal ein Baum. Zum Schluß führt die Piste an der Grenze des Landschaftsschutzgebietes entlang: rechts die Tirasberge, links die endlose, rote Sanddünenlandschaft. Einsam, unwirtlich, wie kann man hier leben, überleben?  Zwei andere Reisende sind mit Batterieproblemen stehengeblieben. Da fährt keiner einfach weiter, drei Fahrzeuge stehen Drumherum, einer hat ein Überbrückungskabel und nach der Entfernung von einigem Rost von den Kontakten gelingt der Neustart. Wir hatten gestern schon in der Koiimaris Lodge angerufen, leider voll ausgebucht. Wir fragen bei der Kanan Lodge nach, auch Pech. Sieht gut aus, bietet vielfältige Ausflüge. Wäre gestern und morgen frei, aber heute nicht. Wir fragen in einer Ecolodge 50 Kilometer weiter nach, auch ausgebucht. Also müssen wir 1,5 Stunden dränhängen und ins Bahnhof Hotel in Aus fahren. Zwischendurch ist viel Sand von der Wüste auf die Piste geweht. Erinnerungen an unser gestriges Steckenbleiben kommen hoch. Bloß nicht hier in der Einsamkeit. Aber diesmal kommen wir gut durch und bald ist der Spuk vorbei. Wir bedauern sehr, dass wir hier nicht ein paar Tage bleiben konnten. Der Kontrast zwischen dieser abweisenden Landschaft und dem Leben in einer der drei Lodges ist so groß, größer könnte er gar nicht sein. Wenigstens haben wir uns von den Lodges ein eigenes Bild gemacht (jeweils so 10 Kilometer von der Schotterpiste entfernt) und beschlossen, hier noch einmal auf einer späteren Reise herzufahren.  

 

Aus ist eine Ansammlung von mehr oder weniger schäbigen Gebäuden und einem gepflegten Hotel: Bahnhof Hotel. Als Holzbau 1906 errichtet, 1948 abgebrannt, 1950 neu gebaut, 2006 geschmackvoll renoviert. Eine Freude, hier Station zu machen. Große Zimmer mit alten Holzdielen, geräumige Bäder, gutes w-lan, gutes Essen, aufmerksamer Service. Das können wir nach der unerwartet langen Fahrt gut gebrauchen.

(Na Mädels, wer möchte mit diesem jungen Mann eine Radtour durch die Wüste machen??? Günther hat ihn vergrault mit der Erwähnung seiner "schwarzen Gürtel"...........Schade eigentlich.)  

Auf dem Weg in die Tirasberge war der Anblick eine ganze Zeit lang der gleiche: links die Berge, rechts die Dünenlandschaft, die sich 100 km bis zur Küste hinzieht und Sperrgebiet ist. Eine unendliche Weite. Da sind andere froh, wenn bei einem Batterieproblem gleich drei Fahrzeuge anhalten und zur Hilfestellung bereit sind. Auf dem Weg von Aus nach Lüderitz sind wir den Wildpferden begegnet, toller Körperbau aber sehr mager.

Lüderitz, Zur Waterkant, Mittwoch 8. Februar 2017

 

 kamen in der Nacht wieder die Mücken. Wieso gibt es am Rande der Wüste eigentlich Mücken? Also wieder die Schlafsäcke ausgepackt, alles was rausguckt eingesprüht und so war der Schlaf dann doch noch gerettet. Dann die Fahrt aus 1.100 m Höhe über 120 Kilometer runter nach Lüderitz an der Küste. Durch die Wüste hindurch, immer an der alten, von Deutschen angelegten Eisenbahnlinie entlang. Wir beobachten Wildpferde und Gemsböcke am Garup Wasserloch. Die Wildpferde haben einen tollen Körperbau, sind aber recht mager. Zu ihrer Herkunft gibt es viele Theorien. Eine sagt, es seien Nachkömmlinge von Pferden, die die Schutztruppe 1915 nach dem Sieg der Südafrikaner aufgegeben haben. Sie leben in der Wüste und trinken nur am Garup Wasserloch. Bis zu fünf Tage kommen sie ohne Wasser aus. Die Bahnstation Garup ist eine Ruine. Die Bahnlinie selbst wurde erneuert, ist aber durch hohe Sanddünen unterbrochen. Jetzt sollen 4 Kilometer Bahnlinie im kritischen Bereich überdacht werden, die Arbeiten haben aber noch nicht begonnen. Der Bahnhof in Lüderitz ist in bestem Zustand, kann aber derzeit nicht erreicht werden.

 

Das B & B Zur Waterkant steht seit sechs Jahren zum Verkauf. Die Zeit steht dort seit 40 Jahren still. Aber alles ist praktisch, der Blick über Lüderitz und den Hafen ist wunderbar, also bleiben wir. Aus dem heißen Wüstenklima in das kühle Atlantik Klima. Und im Hintergrund rechts und links Wüstenlandschaft bis ans Meer. Lüderitz macht einen freundlichen Eindruck, ein Ort, der wie ein Ort aussieht. Diese Umgebung tut uns gut. Kühle 28 Grad tagsüber, ständiger kräftiger Wind, in der Nacht dann so 15 Grad.   

Es fuhr ein Zug nach nirgendwo.......

Lüderitz, Zur Waterkant, Mittwoch 9. Februar 2017

 

8.00 Uhr fahren wir mit einem Katamaran eine Stunde lang über den Atlantik zur Halifax Insel. Wasser 12 Grad, Luft 15 Grad, Sonne, kräftiger Wind. Vor uns schwimmen kleine Delphine, springen gelegentlich hoch. Vorbei am Diaz Point, wo 1488 Diaz ein Kreuz errichtete. Auf der Insel gab es einmal 400.000 Pinguine und 6 Meter Guano. Der wurde ab 1830 von Europäern abgebaut und damit den Pinguinen die Möglichkeit genommen, Nisthöhlen zu bauen. 1998 waren gerade noch 4.000 übrig und Namibia schuf ein riesiges Seeschutzgebiet vor seiner Küste. Jetzt darf niemand mehr auf die Insel und dort auch nicht ankern. Die Pinguinbestände vergrößern sich. Pinguine mit Sendern tauchen bis 85 Meter tief und schwimmen unten an Kapstadt vorbei bis hoch nach Mozambique. Auf der Insel beobachten wir Pinguine und Flamingos zusammen. Die einen lustig, an Land ein wenig tollpatschig, zu Wasser schnell und elegant, wie eine Schaar ausgelassener Kinder. Die anderen im seichten Wasser nach Nahrung suchend oder auf einem Bein dösend.

 

Im Hafen machen ein paar Jachten auf dem Weg von Europa in die Karibik Station. Ein großer Frachter wird mit Zinksand beladen. Weiter draußen, für uns nicht sichtbar, saugen De Beers Schiffe Kies vom Meeresgrund und filtern ihn nach Diamanten. Die Diamanten Gruben werden in ca. 10 Jahren wirtschaftlich ausgebeutet sein, aber das Meer gibt noch eine Menge Diamanten her. Die Saugvorrichtungen der Schiffe reichen bis 200 Meter Tiefe.

 

Im alten Teil von Lüderitz stehen viele Gebäude unter Denkmalschutz, sind aber nur zum kleinen Teil bewohnt. Schöne Architektur um 1910. Wir lassen uns im Garden Cafe, gleich unterhalb des Woermann Hauses nieder. Schöner kleiner Kaffegarten, eine Oase inmitten des Ortes, liebevoll gestaltet, mit wohlschmeckenden Brötchen und Käsekuchen mit Passionsfrucht, lecker!    

Vom Wasser aus gesehen wird uns der Gegensatz von Wasser einerseits und bis zur Küste reichende Wüste andererseits noch einmal bewusst. Da sind Berichte von Schiffbrüchigen (viel Nebel, viele Riffe), die sich glücklich an die Küste gerettet hatten und dort dann in der Wüste verdurstet sind. Das Trinkwasser für Lüderitz wurde lange Zeit aus Kapstadt mit Schiffen gebracht. Heute gibt es Meerwasser Entsalzungsanlagen.

Lüderitz, Zur Waterkant, Freitag 10. Februar 2017

 

8.30 Uhr werden wir zur geführten Tour ins Sperrgebiet abgeholt. Die Sache mit dem Diamanaten Sperrgebiet wird seit 1909 sehr ernst genommen, so soll verhindert werden, daß Diamanten unkontrolliert nach draußen gelangen. Heute müssen alle Diamanten an Namdib, die staatliche Diamantengesellschaft verkauft werden. 50 % der Gewinne dieser Gesellschaft gehen heute an den namibischen Staat. Nach Entdeckung der Diamanten wurden zunächst gar keine Abgaben gezahlt, nach einigen Jahren erhob das deutsche Reich dann Abgaben. Die hier ansässigen Stämme hatten nichts von ihren Bodenschätzen. Wir werden weit in das Sperrgebiet hineingefahren, zu den Überresten von Wasser Pump Stationen, Kies Wasch Anlagen, 600 km Schmalspureisenbahn Schienen, einen verlassenen Ort, an dem auch Frauen und Kinder wohnten. Die Erklärungen bekommen wir in Deutsch, mit uns fahren deutschsprachige Namibier aus dem Norden des Landes, die auf Urlaubsfahrt sind. Die Leistungen der Deutschen werden gelobt, mit Bedauern wird auf die gute alte Zeit zurückgeblickt. Die Leistungen der Schwarzen, vor allem der schwarzen Regierung, werden kritisch beurteilt.

 

In Lüderitz leben heute 500 Weiße und 30.000 Schwarze. Weiße erhalten heute keine Lehrstellen mehr. Nach der Schule gehen sie zur weiteren Ausbildung, Studium nach Südafrika, manche nach Europa, wenige nach USA. Oft kommen sie dann zurück und starten ihr eigenes Geschäft. Mit Angestelltentätigkeit kommt man auf keinen grünen Zweig hier.

 

Teufelskralle als Naturheilmittel war schon den San, den Ureinwohnern bekannt. Die Wirkstoffe sind in der großen Knolle. Die San haben die Knolle ausgegraben, zur Hälfte genommen, den Rest wieder eingegraben, damit sie weiterwachsen kann. Die Europäer haben die ganze Knolle ausgegraben und verwertet, mit dem Ergebnis, dass Teufelskralle heute selten geworden ist. Fazit: Bewusstsein für Nachhaltigkeit bei den Ureinwohnern, mangelndes Bewusstsein für Nachhaltigkeit bei den Europäern. Wie war das mit der weißen Überlegenheit? Oberirdisch wächst die Teufelskralle gern in anderen Büschen hoch. Die Tiere fressen die Blätter der Büsche, dabei bleibt ein Stück der Teufelskralle leicht am Maul hängen, führt zu Entzündungen, das Vieh frisst nicht mehr.  

Der Tagesausflug ins Sperrgebiet ging zunächst zum aufgegebenen Ort Pomona, an dem Diamanten aus dem Kies gesiebt wurden. Lange Fahrt über Schotterpisten, vorbei an sandgestrahlten Marmorhängen, die im Sonnenlicht blau schimmern. Leider nicht fest genug, um ihn im Bau zu verwenden. In einem der alten Gebäude haben wir den Mittagsimbiss  zusammen mit den fünf Mitreisenden eingenommen.

Die letzte Station des Ausflugs ins Sperrgebiet ist der Bogenfels. 60 Meter hoch, 70 Meter breit, Wagemutige sollen schon durchgeflogen sein... Ein paar von uns klettern hoch, sehr steil, sehr viel Geröll, Vorsicht ist angesagt. Dann oben, puh, was für ein Ausblick über die Kante tief runter ins Meer. Keine Sorge, für den Blick nach unten haben wir uns nur auf dem Bauch liegend an die Kante gewagt, alles andere wäre bei den Winden und dem Geröll lebensmüde gewesen. Von Süden treibt der Wind wie jeden Nachmittag Nebelschwaden über die Küste aufs Meer. Ruth schafft mit dem Teleobjektiv so gerade eben noch ein paar Aufnahmen von uns Gipfelstürmern.  

Lüderitz, Zur Waterkant, Sonnabend 11. Februar 2017

 

Wir fahren zur Kolmanskop, einem nahen, verlassenen Ort aus der Diamantenzeit um 1910. Die Veranstaltungshalle, Gaststätte, Sektlounge, Raucherzimmer, Kegelbahn sind erhalten. Die anderen Häuser stehen zum teil noch, teilweise verfallen, teilweise voller Sand. Bei der Führung in Deutsch wird wieder viel auf die Leistungen der Pioniere verwiesen, mit nostalgischem Bedauern. Wir haben uns jetzt genug über die Vergangenheit kundig gemacht, die Einseitigkeit der Sicht stößt sauer auf. Kein Bedauern, daß dem Land so wenig zurückgegeben wurde. Beim Landkauf wurden die lokalen Stämme über den Tisch gezogen, statt britischen Meilen sagten die deutschen, sie meinten preußische Meilen, also so Faktor 4 mehr Land, als die Stämme dachten. Diese Spannung entlud sich dann in Angriffen auf die deutschen Farmer. Daraufhin gab es dann zwei Jahre Krieg mit den Stämmen und die Vertreibung in die Wüste, die die Hereros jetzt in den USA zu Gericht tragen. Hier wird die Geschichte erst ab den Angriffen auf die deutschen Farmer erzählt.

 

Nachmittags fahren wir zur Sturmvogelbucht, an der noch die Reste einer Wahlfängerstation stehen. Die mußte 1918 aufgegeben werden. Weiße Jäger hatten mehrere Jahre nacheinander alle Wale, also auch die Kühe abgeschlachtet und irgendwann kamen keine Wale mehr. Wieder die Sache mit der Gier und dem mangelnden Bewußtsein für Nachhaltigkeit.  

Kommentare: 6
  • #6

    Mama an Tina (Mittwoch, 15 Februar 2017)

    Ja, ja, wer den Schaden hat spottet jeder Beschreibung! Mich in der Wüste umherirrend und nach Nahrung suchend, das hättest du wohl gern?
    Hätte ich nicht jemanden angehalten, wären wir allerdings wirklich noch immer in der Wüste! Du weißt ja, wie die Männer sind. "Da kommen wir schon ganz allein wieder raus".... ha,ha,ha! Kuss Mama

  • #5

    Monika (Mittwoch, 15 Februar 2017 11:29)

    Bin beeindruckt und freue mich mit euch, dass ihr diese wunderbare Reise macht.

  • #4

    Tina (Montag, 13 Februar 2017 18:29)

    Hallo, jetzt gehen die Kommentare ja wieder :) Gut, dass Ihr nach dem Dünen-Abenteuer nicht zu Fuß weiter musstet-obwohl so ein paar Fotos von Mama die hinter ihrem Abendessen her hechtet (oder das Abendessen eher hinter Mama her) wären doch auch ganz anschaulich gewesen ;)
    Viel Spaß noch und liebe Grüße!
    Tina

  • #3

    Christiane (Montag, 13 Februar 2017 18:03)

    Hallo ihr beiden, ich bin mal wieder von der dargestellten Landschaft sehr beeindruckt. Ich Liebe den Kontrast der roten Sanddünen und dem blauen Himmel. Oder aber auch das Bild auf dem Günther zu sehen ist, im Hintergrund das grau-braune Gebirge,der blaue Himmel mit Cumuluswolken getupft....einfach supi!!! Das Foto mit Ruth, behütet, :-)) in weiter Ferne stehend vor einer roten Sanddüne und als Farbtupfer ein paar grüne Sträucher.......Klasse!!!! Aber den ersten Christiane- Fotopreis bekommt das überaus hervorragend aufgenomme Bild von der roten Sanddüne, auf dem der Mensch (Ruth) ,als weißer Fleck,in einem der Sandtrichter nur zu erahnen ist.Ansonsten nur roter Sand und blauer Himmel. Perfekt :-)) Es spiegelt die endlose Weite und die unendliche Schönheit der Natur wider. Ich bin echt beeindruckt. Liebe Grüße aus dem frostigen Deutschland. PS.: Habe mir schon ein Foto als WhatsApp Profilbild genehmigt. Sieht toll aus ;-)

  • #2

    Anne und Dirk (Montag, 13 Februar 2017 17:50)

    Hallo Ruth und Günther,
    euer Blog bietet eine Riesenmenge an eindrucksvollen Berichten und Hintergrundinformationen, die wir mit Interesse gelesen haben. Besonders gefallen uns natürlich die vielen wunderbaren Tieraufnahmen. Gut, dass ihr euch die neue Kamera gegönnt habt.
    Zu Teil 1: Die Erdmännchen(?) und der "Zebsel" sind schmusesüß. Die Schilder sind absolut großartig und einmalig witzig und sagen einiges über die Eigentümer aus. Das Auto ist sicherlich sowohl für Elefanten- als auch Riesendiamantentransporte bestens geeignet.
    Zu Teil 2: Ein superromantisches B&B, das Essen sieht lecker aus, toller Sonnenaufgang. Die beiden Löwenkinder hättet ihr mitbringen können, so nahe wie ihr dran wart, dann hättet ihr sicher abends noch Besuch von der Mutter bekommen. Den Leguan schätzt Dirk auf mehrere tausend Jahre, da er riesengroß aussieht, oder habt ihr ihn im Museum fotografiert?
    Zu Teil 3: Da hattet ihr ja ein starkes Camp Haus! Klingt sehr urwüchsig und einsam. Ein denkwürdiges Ereignis der anderen Art: Das Auto scheint zum Tiefsandfahren doch nicht so geeignet, aber gut, dass soviel Hilfsbereitschaft vorhanden war. Die Einstellung der Menschen zu ihrer Historie (Idealisierung der Deutschen, Akzeptanz oder sogar Glorifizierung der Apartheit) stimmen nicht nur euch nachdenklich.
    Wir wünschen euch weiterhin viele tolle Eindrücke und eine sichere Reise.
    Liebe Grüße von Anne und Dirk

  • #1

    Anne und Dirk (Montag, 13 Februar 2017 12:08)

    Test

Kommentare: 1
  • #1

    Ruth an Dirk und Anne (Mittwoch, 15 Februar 2017 18:39)

    Der Leguan war schon sehr groß! Mindestens 30 cm!!!

Kommentare: 1
  • #1

    Ditmar (Freitag, 17 Februar 2017 18:11)

    Hallo, ihr beiden, freue mich jedes Mal, wenn ich etwas Neues lesen kann. Lüderitz gibt es in der Nähe von WOB ca. 30 km entfernt. Viel Spaß noch. Bussy Ditmar