Mae Spok, Dienstag 11. Februar 2014

So, jetzt ist genug Speicherkapazität für Bilder vom ersten Tag mit den Elefanten da.
Im Kennenlerngespräch mit meiner einäugigen Elefantendame. Witterungsaufnahme.
Im Kennenlerngespräch mit meiner einäugigen Elefantendame. Witterungsaufnahme.
Wenn ein niedriger Ast kommt: Oberkörper flach auf den Elefantenkopf legen! In der Bildmitte: Ruth
Wenn ein niedriger Ast kommt: Oberkörper flach auf den Elefantenkopf legen! In der Bildmitte: Ruth
Elefanten Badeanstalt. Bevor auf den Elefanten geritten wird, wird die Haut von Fremdkörpern, die Scheuern könnten, befreit
Elefanten Badeanstalt. Bevor auf den Elefanten geritten wird, wird die Haut von Fremdkörpern, die Scheuern könnten, befreit
Ruth bricht mit ihrer großen Elefantenkuh nach einer Stunde Ausritt durch das Unterholz. Das Kalb, das noch gesäugt wird, immer dicht dabei.
Ruth bricht mit ihrer großen Elefantenkuh nach einer Stunde Ausritt durch das Unterholz. Das Kalb, das noch gesäugt wird, immer dicht dabei.
Zugegeben, der Mitreisende neigt etwas zu Übertreibungen, ist aber ansonsten still und ungefährlich.
Zuerst haben wir uns auf den Boden gesetzt, dann wurden die Elefanten herangeführt und haben uns betastet und beschnüffelt. Zunächst ein unsicheres Gefühl, das später zunehmend einem Vertrautsein wich.
Zuerst haben wir uns auf den Boden gesetzt, dann wurden die Elefanten herangeführt und haben uns betastet und beschnüffelt. Zunächst ein unsicheres Gefühl, das später zunehmend einem Vertrautsein wich.
Der Weg den Hang runter führt dann auf diesem Baumstamm über den Bach und zum Lagerplatz der Mahouts, dem Ausgangspunkt unserer Exkursionen
Der Weg den Hang runter führt dann auf diesem Baumstamm über den Bach und zum Lagerplatz der Mahouts, dem Ausgangspunkt unserer Exkursionen
Mich jukt's!
Mich jukt's!
Mae Spok, Mittwoch 12. Februar 2014

Heute erkunden wir die Umgebung: 1.500 Jahre alter Tempel, staatliches Elephant Conservation Center, beliebter Markt an der Autobahn.

Wir fahren ein Stück über die Autobahn Chiang Mai - Bangkok. Noch ist hier wenig Verkehr, das wird sich in zwei Jahren ändern, wenn eine Zollunion zwischen mehreren asiatischen Staaten in Kraft tritt. Am Rand der Autobahn haben Pendler kleine Schreine aufgestellt, um die Geister für die regelmäßige Autofahrt nach Bangkok gut zu stimmen. 

Der Tempel war mal der größte der Welt und Zentrum eines frühen thailändischen Reiches.
Chedi des alten Tempels
Chedi des alten Tempels
Smaragd Buddha
Smaragd Buddha
Im staatlichen Elefantenzentrum werden Elefanten trainiert, die dreimal täglich für 45 Minuten Vorführungen machen: Baumstämme transportieren, Stöcke aufheben, Bilder nach Anleitung malen nach unseren direkten Kontakten mit den Elefanten kommt uns das Ganze künstlich, distanziert vor. Aber bei kommerziellen Shows müssen die Elefanten sogar 10 mal pro Tag ihre Kunststückchen machen. In einem der Häuser liegen feuchte, gefärbte, gekochte Zellulosekugeln aus Elefantendung, die man selbst in etwas Wasser auflösen kann und in einem mit einem Netz bespannten Rahmen kippt, verteilt, Wasser vorsichtig abkippt, und schon ist ein Bögen Papier aus Elefantendung fertig. Etwas weiter stehen Elefanten in ihren Stallungen. Zu den Elefanten des Königshauses isr. der Zugang verboten. 
Mein erstes Blatt Papier aus Elefantendung
Mein erstes Blatt Papier aus Elefantendung
Prächtige Elefantenbullen in den Stallungen
Prächtige Elefantenbullen in den Stallungen
Elefant bei der Vorführung
Elefant bei der Vorführung
Auf dem Markt gibt es alles, wir entdeck davor sogar einen Van aus Birma, das sich ja bis vor kurzem noch vollkommen abgeschottet hatte.
Hühnchen, besser gesagt: Hähnchenembryos mit Dotter
Hühnchen, besser gesagt: Hähnchenembryos mit Dotter
Ameiseneier, sehr teuer
Ameiseneier, sehr teuer
Guten Appetit
Guten Appetit
Sonnengetroknetes Elefantendung Papier
Sonnengetroknetes Elefantendung Papier
Mae Spok, Donnerstag 13. Februar 2014 (bzw. 2557 nach der Geburt con Buddha)

Die Quittungen der Kassenautomaten lauten auf das Jahr 2557. Ansonsten kommt aber unsere Jahresabgabe zum Zuge. Der heutige Tag läuft ohne Programm. Hier oben sind die Nächte empfindlich kalt, gefühlte 10 Grad. Tagsüber werden dann aber locker wieder 30 Grad und mehr erreicht. Immerhin warm genug, um zwei Reisernten einzufahren. 
Mae Spok, Freitag 14. Februar 2014

Heute ist in Thailand ein buddhistischer Feiertag. Nein, es handelt sich nicht um Feierlichkeiten zum Valentinstag, obwohl der in den Supermärkten beworben wird.

Wir fahren mit dem Allrad Mitsubishi von unserer Basis auf 500 Metern zu einem Kloster auf 900 Metern. An der Karen Eco Lodge und einem Karen Dorf vorbei, in dem der Geisterglaube vorherrscht, dann über ausgewaschene, unbefestigte Waldwege, schließlich vorbei an Bäumen mit organgefarbenen Schärpen: "heiligen Bäumen". Vor zehn Jahren war die Königin hier und hat Geld dagelassen für einen neuen Tempel, der vor zwei Jahren fertig wurde. Aus Teakholz, rot lackiert, sehr reichhaltige Schnitzereien sind goldfarben abgesetzt. In dem neuen Tempel ein liegender Buddha, in dem 600 Jahre alten Tempel ein großer stehender Buddha, beide aus dem gleichen Teakholzbaum geschnitzt. Was muss das für ein gigantischer Baum gewesen sein! Im Gegensatz zu den Tempeln, deren Wände aus Stein bestehen, haben die Teakholztempel hier eine ganz eigene Atmosphäre. Wir waren schon etwas müde geworden von so vielen Tempeln und Buddhas, aber diese Holzvarianten haben uns voll in ihren Bann gezogen. Drumherum Wald, sehr trocken, mit viel Bambus. Einer ist so gewaltig, dass er unter Naturschutz steht. Wir hören viele Vogelstimmen. Bei uns unten jagen die Karen intensiv, da hören wir kaum eine Vogelstimme. In der Nacht würde unser junger Fahrer auf keinen Fall durch den Wald fahren, der Wald gilt als Heimat der Geister. Wir sind sehr froh, diesen Ort kennengelernt zu haben,  der nur im Schrittempo mit Allradantrieb zu erreichen ist. Die heiligen Bäume dürfen nicht abgeholzt werden, also auch keine Verbreiterung für Besuchermassen.

 
Zum Kloster, vorbei an heiligen Bäumen
Zum Kloster, vorbei an heiligen Bäumen
Aus einem einzigen Teakholzbaum geschnitzt. 600 Jahte alter Tempel
Aus einem einzigen Teakholzbaum geschnitzt. 600 Jahte alter Tempel
Aus dem gleichen Teakholzbaum geschnitzt, Kopf des liegenden Buddhas. 2Jahre alter Tempel
Aus dem gleichen Teakholzbaum geschnitzt, Kopf des liegenden Buddhas. 2Jahre alter Tempel
2 Jahre alter Tempel. An den Aussenanlagen wird noch gearbeitet
2 Jahre alter Tempel. An den Aussenanlagen wird noch gearbeitet
Reliefarbeiten mit der Hand und aus Beton. Der Drache bekommt eine Außenhäute aus Schlangenköpfen.
Reliefarbeiten mit der Hand und aus Beton. Der Drache bekommt eine Außenhäute aus Schlangenköpfen.
Buddhabildnis in einem der Tempel. Mit weiblichen Gesichtszügen und einem indischen Kastenzeichen.
Buddhabildnis in einem der Tempel. Mit weiblichen Gesichtszügen und einem indischen Kastenzeichen.
Blick in die Küche der Mönche. Alles kahlgeschorene Frauen. Aber auch im Buddhismus Diskriminierung: Frauen können nicht die Erleuchtung erlangen.
Blick in die Küche der Mönche. Alles kahlgeschorene Frauen. Aber auch im Buddhismus Diskriminierung: Frauen können nicht die Erleuchtung erlangen.
Der Weg hoch zum Kloster führte durch dieses Tal
Der Weg hoch zum Kloster führte durch dieses Tal
Fahrt durch das Karen Dorf, in dem der Geisterglaube noch allgegenwärtig ist
Fahrt durch das Karen Dorf, in dem der Geisterglaube noch allgegenwärtig ist
Hier am Rande des Karen Dorfes werden die Toten drei Tage lang sitzend aufgebahrt und dann auch sitzend begraben. Die Aufbahrung erfolgt in diesem Häuschen. Die drei nebeneinander gebauten Häuschen waren gerade nicht belegt.
Hier am Rande des Karen Dorfes werden die Toten drei Tage lang sitzend aufgebahrt und dann auch sitzend begraben. Die Aufbahrung erfolgt in diesem Häuschen. Die drei nebeneinander gebauten Häuschen waren gerade nicht belegt.
Wir fahren dann den gleichen Weg wieder zurück. Das Mittagessen nehmen wir in einem Strassenrestaurant ein, das unsere Reisebegleiterin herausgesucht hat. Wir genießen mariniertes gegrilltes Schweinefleisch, Suppe mit Wasserbüffelfleisch und gebratene Nudeln mit Hühnchen und Tofu. Delikat!
Immer ein frischer Hauch von Eukalyptus im Nasenloch... Ihr Alter bestimmte sie mit "über siebzig".
Immer ein frischer Hauch von Eukalyptus im Nasenloch... Ihr Alter bestimmte sie mit "über siebzig".
Am Nachmittag sind eineinhalb Stunden Flossfahrt angesagt. Zu Nass für Ruth. Bambusrohre aneinandergebunden, an jeder Stromschnelle kamen die Wellen über das Floß. Der Fluss führte wenig Wasser, wir hatten nur so 50 bis 100 cm unter dem Kiel. Schön, die wackeligen Hängebrücken von unten zu sehen, das unbegradigte Flussufer und viele Podeste, auf denen Thais den freien Tag essend und trinkend verbrachten und einige auch badeten, laut, lachend, ausgelassen.
Vor mir der Flößer, hinter mir unser Fahrer
Vor mir der Flößer, hinter mir unser Fahrer
"Unser Haus"
"Unser Haus"
Mae Spok, Sonnabend 15. Februar 2014

Heute ist Elefantentag. Wir holen die Elefanten im Wald ab und führen sie eineinhalb Stunden steil bergab durch einen Bach, wieder steil hinauf zum Basislager. Meine Elefantenkuh reagiert heute eher auf Kommandos als beim ersten Versuch. Auf- und Absteigen klappen gut, die Angst vor dem hohen Sitz gleich hinter den Ohren ist weg. Mich beeindruckt immer noch die Langsamkeit der Bewegungen. Der Elefant diktiert die Geschwindigkeit. Da hilft auch kein Zappeln oder wildes Kommandieren, der 5 Tonner wird dadurch nicht schneller. Gamaschen schützen die Unterschenkel vor den borstigen Elefantenhaaren.  Für einen sicheren Sitz umschließe ich den Elefantenhals dicht mit meinen Beinen. Und warte, bis meine Kommandos mit einer gewissen Verzögerung eine Reaktion hervorrufen.
Vormittags zur Sicherheit noch mit dem Sitz für alle Fälle, nachmittags dann ohne den Sitz
Vormittags zur Sicherheit noch mit dem Sitz für alle Fälle, nachmittags dann ohne den Sitz
Durch den Wald
Durch den Wald
Wir gehen baden
Wir gehen baden
Wir baden
Wir baden
Wir haben gebadet
Wir haben gebadet
Und jetzt einen Neskaffee mit Quellwasser, frisch auf dem offenen Feuer erhitzt
Und jetzt einen Neskaffee mit Quellwasser, frisch auf dem offenen Feuer erhitzt
Mittagessen der Fotografin des heutigen Tages
Mittagessen der Fotografin des heutigen Tages
Auf dem Weg zurück
Auf dem Weg zurück
Begegnung mit Karenen
Begegnung mit Karenen
Abschied
Abschied
Abschied
Abschied
Das war eine tolle Erfahrung. Vorausgesetzt, man ist bereit, sich auf ein sehr einfaches Leben einzulassen. Maßstäbe, Erwartungen aus Europa, was den Lebensstandard angeht, verderben den Spaß.
Mae Spok, Sonntag 16. Februar 2014

Nach dem Frühsrück endet die Elefantantour. Sie war wunderbar zusammengestellt mit dem Vertrautmachen mit den Elefanten, dem Elefantenreiten, den Informationen über Land und Leute. Erst dachte ich, mehr Zeit auf dem Elefanten wäre schön. Aber nach der Praktischen Erfahrung reichen mir eineinhalb Stunden am Stück, denn man muss sich ganz schön anstrengen, um die Bewegungen des Elefanten mitzumachen und nicht aus dem Gleichgewicht zu geraten. Auch das Baden mit den Elefanten war ein besonderes Erlebnis. Lässt er mich oben sitzen? Dreht er sich zur Seite und wirft mich ab? Taucht er ganz unter und zwingt mich damit auch voll in's Wasser? 
Chiang Mai, Sonntag 16. Februar 2014

Ein Fahrer vom Elefantenkamp hat uns zurückgebracht und nach einigem Suchen auch das Hotel Duang Champa gefunden. Wir freuen uns über das große Zimmer.

Die Stadt ist voller Menschen, einige Geschäfte machen Sonntagsruhe. In Ciang Mai leben etwa 6.000 deutschsprechene Menschen, so an die 80 Prozent Schweitzer. Als Ausländer darf man solche Geschäfte aufmachen, die ein Thai nicht kann, z.B. Ein deutsches Restaurant oder Handel mit Papier aus Elefantendung und aus Naturfasern. Dabei ist immer ein thailändischer Partner erforderlich, der mindestens 51 Prozent der Anteilsrechte besitzen muss. Auch Grundstückserwerb allein durch Ausländer isr nicht möglich. Wer als Ausländer trotzdem Geld hier investiert, vertraut bei Unternehmen auf seinen thailändischen Partner oder beim Grundstückserwerb durch einen Ausländer auf die thailändische (Ehe-) Partnerin. Das geht mal gut, mal nicht gut, wir haben da beide Varianten erzählt bekommen.

Die Gegend hier hat keine gute Luft. Sehr viele der im Reisanbau Tätigen Sterben in den 50zigern an Krebs. Zur Schädlingsbekämpfung verkaufen europäische Chemieunternehmen Pestizide, die in Europa nicht eingesetzt werden dürfen. Wir haben gesehen, wie Schädlingsbekämpfungsmittel verspritzt wurden, der Bauer hatte nicht mehr als ein Taschentuch vor dem Mund. Die Stadt Chiang Mai liegt in einem Talkessel, in dem wenig Luftaustausch vorkommt. Das heruntergefallene Laub wird so im April kontrolliert verbrannt, um größere unkontrollierte Waldbrände zu vermeiden. Dann ist die Luft zusätzlich belastet. Wir sehnen uns nach frischer Luft. 

Heute ist wieder Sunday Walking Market und wir schlendern noch einmal drüber, allerdings deutlich abgeklärter als am letzten Sonntag. Vom Balkon unseres Zimmers blicken wir direkt auf das Gewusele und trinken dazu einen Tee. Die Sonne geht unter und tausend Lixhter erstrahlen an den unzähligen Ständen.
Vor Sonnenuntergang
Vor Sonnenuntergang
Nach Sonnenuntergang
Nach Sonnenuntergang
Chiang Mai, Montag 17. Februar 2014

Wir haben keine Lust mehr auf die Stadt, genug der Sehenswürdigkeiten, genug der Einkaufsstände. Wir wollen Meer. Am letzten Tag in Chiang Mai besuche ich das Hotel Spa. Wird nur aktiviert, wenn ein Gast das will, ansonsten eine größere Hütte mit 12 Yogamatten, alles aus Bambus. Ich entscheide mich für Pediküre und Manuküre mit anschließender Thai Massage. Nägel Weden mit einem Nailclip gekürzt, dann wird Nagelhautentferner aufgetragen und mit Warren und einem Stäbchen entfernt. Überschüssige Haut wird nicht abgeschnitten, Hornhaut wird mit einer Handbürste behandelt,  den erforderlichen Bimsstein hat das Mädel in ihrem Institut in der Stadt, aber nicht hier im Hotel. Die Thaimassage ist dafür richtig gut. Ich werde in alle Richtungen verbogen und mächtig durchgeknetet. Eine Wohltat! Bei 30 Euro Gesamtpreis übersehe ich die Defizite bei der Hand- und Fußpflege. Abends essen wir wieder bei Stefano, Ruth hat den Spaß an thailändischer Kost verloren.
Bangkok, Dienstag 18. Februar 2014

Wir sind mit einer Boing 737 von Nok Air gut von Chiang Mai nach Bangkok gekommen, Flugzeit eine knappe Stunde. In die enge Bestuhlung haben wir gerade reingepasst, bei einem längeren Flug wäre das sehr unbequem geworden. Nach vier Stunden Aufenthalt geht es nach Trang weiter in den Süden, etwas mehr als eine Stunde Flugzeit.
Der Flughafen Bangkok macht einen unaufgeregten Eindruck, bei Asiaten sind Gefühlsausbrüche einfach nicht "in". Es sei denn, bei einem Fest fließt viel Alkohol, dann kann die Stimmung ganz plötzlich kippen und es auch gewalttätig zugehen. 


Diese Sitzreihe auf dem Bangkoker Flughafen ist für Mönche und Schwangere etc. reserviert.
Diese Sitzreihe auf dem Bangkoker Flughafen ist für Mönche und Schwangere etc. reserviert.
Trang, Dienstag 18. Februar 2014

Im Anflug auf Trang sehen wir viele Wälder. Die Landschaft ist üppig bewachsen. Unsere ist die einzige Maschine auf dem Provinzflughafen. Ein gemütlicher kleiner Flughafen.
Diese Nok Air Maschine hat uns nach  Trang gebracht
Diese Nok Air Maschine hat uns nach Trang gebracht
Der Abend im Thumrin Tana Konfernzhotel wird zu einer besonderen Erfahrung. Wir erläutern geduldig, was wir essen möchten und bekommen zweimal das Falsche. Mit Hilfe der Restaurant Managerin klapptdann der dritte Anlauf. Und während des Prozesses: immer nett lächeln, Lautwerden ändert nichts, irgendwann wird alles gut und alle freuen sich!(Ruth: Trang selbst ist eine nichtssagende stinkende Stadt! Darum setze ich mich auch gleich an den Swimmingpool in der dritten Etage. Den Tag hier hätte man sich wirklich sparen können. Konnte man leider nicht vorher ahnen! Kann mir einer von euch bitte Deutschen Kartoffelsalat mit Wienerwurstchen rübersenden? 
Die Schönheiten von Trang können wir vom Hotelfenster aus der 15. Etage gut sehen
Die Schönheiten von Trang können wir vom Hotelfenster aus der 15. Etage gut sehen
Blick über Trang und die umliegende Landschaft
Blick über Trang und die umliegende Landschaft
Hier ist deutlich Wärmer als in Nord Thailand, sich schätze so 34 Grad. Die Stadt hat nichts anziehendes. Aus der Kanalisation stinkt es kräftig. Das ganze Gelände des "Christendoms" ist umzäunt und um 11.00 Uhr hermetisch abgeschlossen. Den weißen Chedi haben wir von oben gesehen, da laufen wir nicht hin. Wir freuen uns auf die morgige Fahrt auf die Insel!
Trang, Mittwoch 19. Februar 2014

Trang nervt. Hässlicher Beton, verwittert, zusammengewürfelte Stadt, dösig. Wir setzen uns an den schönen Hotel Swimminpool, ich schwimme ein paar Runden, Ruth bekommt eine sehr gute Fussmassage, ich lasse Rücken, Nacken und Kopf massieren und bin ebenfalls sehr zufrieden. Gegen Sonnenuntergang gehen wir noch in der Stadt spazieren, die Geschäfte machen zu und eine halbe Stunde später finden wir vor jedem zweiten Haus einen Essensstand auf dem Bürgersteig. Wir essen im Hotel und gehen früh schlafen
Koh Sukorn, Donnerstag 20. Februar 2014

In diesem von Volkswagen unentdeckten Land werden wir in einem Toyota Camry abgeholt und bequem, entspannt eine Stunde lang durch üppige Vegetation, unzählige Palmen, an die Küste gefahren. Dort wartet ein Speedboat um uns in einer halben Stunde auf die Insel Koh Sukorn überzusetzen.
Ruth schifft ein, unsere beiden Koffer sind schon an Bord
Ruth schifft ein, unsere beiden Koffer sind schon an Bord
Auf dem Speedboat
Auf dem Speedboat
Der Fahrer hat uns abgeladen und fährt zurück
Der Fahrer hat uns abgeladen und fährt zurück
Auf Koh Sukorn erleben wir ein Wechselbad der Gefühle: für Ruth sieht der Strand aus wie an der Nordsee: hellbrauner statt des erwarteten weißen Sandes, eher grünliches als Türkises Wasser, Sedimente im Wasser, keine Chance zum Schnorcheln.
Koh Sukorn, Freitag 21. Februar 2014

Einlassen statt aufregen. Entschleunigung zulassen. Das beschreibt am Ehesten unsere Stimmungslage. Die kleine Anlage wird mit viel Liebe gepflegt, unser Bungalow lässt keine Wünsche offen. Die Thai-holländischen Eigentümer sind zurückhaltend. Keine Musikbeschallung. Die Speisekarte ist lang, thailändisch mit vorsichtigen Kompromissen an den europäischen Geschmack.
Bei der Überfahrt
Bei der Überfahrt
Auf Körpertemperatur
Auf Körpertemperatur
Unser Ruheplatz
Unser Ruheplatz
...vor dem Bungalow
...vor dem Bungalow
Bei 36 Grad reicht ein Salat
Bei 36 Grad reicht ein Salat
Von 11.00-13.00 Uhr wird es reichlich heiß. Wir bleiben unter den Bäumen, lesen und lassen die Reise Revue passieren. War doch mit mehr Arbeit verbunden, als wir vorher gedacht hatten. Es gab richtig glückliche Momente: am Anfang in Bangkok, in Ayuthaya beim Strassenmarkt zum chinesischen Neujahrsfest, in den Ruinen con Shukontai, die eine ganznmystische Atmosphäre ausstrahlten, das Reiten auf dem Elefanten am letzten Tag.
Und jetzt essen wir ganz frische Scampis! Direkt aus dem Meer
Koh Sukorn, Sonnabend 22. Februar 2014

Als wir gestern Abend vor unserer Hütte saßen, bewegte sich was davor. Wohnmobilbesitzer trafen sich zu Dutzenden, besprachen sich und waren heute morgen wieder abgereist. Da war alles vertreten, die große Luxusbehausung wie auch das enge Sozialheim.
Luxuswohnmobilbesitzer
Luxuswohnmobilbesitzer
Auf dem Caravanplatz
Auf dem Caravanplatz
Ruth entdeckt die Schönheit des Platzes. Und macht Pläne für unseren Gärten nach Vorlage dessen, was wir hier in der üppigen Vegetation vorfinden. 

In der Nacht war es windig, jetzt weht nur noch ein leichtes Lüftchen, die Sicht hat sich deutlich gebessert, ist nicht mehr so diesig. Wir lernen, die Ereignislosigkeit zu genießen. Beschäftigung mit den eigenen Gedanken. Kein ständiges Ein- und Auspacken.
Das heutige Programm
Das heutige Programm
Meinungsänderung. Wir schwimmen im Wasser, schauen uns die Anlage vom Meer her an und könnten uns vorstellen, hier wieder herzukommen
Wir können ja von hier aus Bootsausflüge zu drei benachbarten Inseln machen und dort Schnorcheln. Wir haben uns für übermorgen angemeldet. Und wir könnten unsere nächste Reise auf drei Inselnverteilen. Hier jedenfalls fühlen wir uns jeden Tag wohler. Das "in den Tag hineinleben" bekommt uns gut. Ich merke, auch im Pensionärsalltag kann ich zum "Getriebenen" werden. Mal wieder in michhineinhören tut gut. Dann war diese Insel wohl doch das Richtige. Eine lohnende Erfahrung. Mal schauen, welche Gefühlslagen wir die nächsten Tage noch erleben...
Im Moment haben wir 37 Grad. Da hab ich (Ruth) doch etwas "Kreislauf". Werde mich gegen 17.00 ins Wasser  wagen. Jetzt erstmal schattige Plätze bevorzugen und mehr Wasser trinken. Hoffe, daß es mit der Schnorcheltour klappt. Müssen mindestens 4 Teilnehmer sein, sonst findet die Tour nicht statt. Also drückt uns mal die Daumen ,das es klappt. 



Es atmet mich... Oder auch: in der Ruhe liegt die Kraft
Es atmet mich... Oder auch: in der Ruhe liegt die Kraft
Ko Sukorn, Sonntag 23. Februar 2014

Wir ergeben uns dem gleichförmigen Verlauf der Tage. Ein Schwarm russischer Urlauber ist eingefallen. Unterhaltsam. Wie haben die wohl an's Ende der Welt gefunden? Wussten die vorher, dass sie an's. eneder Welt reisen?
Ein kräftiges Pärchen in den 50zigern, mit viel Gewicht, mal im Riten Shirt mit rotem Rucksack, mal im weißen Addidas Dress, lässt sich am Nebentisch nieder. Zurückhaltend, freundlich, gepflegt.