Thailand, Februar 2014

Braunschweig. 13. Januar 2014

Wir durchleben eine spannende Zeit. Freunde geben sich erstaunt, wenn wir von unserer baldigen Abreise nach Bangkok erzählen. Denn in den Nachrichten wird von einer wachsenden Anzahl Demonstranten berichtet, von Menschenmassen, die wichtige Verkehrsknotenpunkte besetzen und Beamte von Ministerien zum zivilen Ungehorsam bewegen wollen. Friedlich, noch friedlich. Pattsituation zwischen Regierung (Bangkoker Mittelstand) und Opposition (Landbevölkerung). Die Rede ist von "noch friedlich" und von "das Militär muss vorübergehend die Macht übernehmen". Eine Reisewarnung des auswärtigen Amtes habe ich bislang nicht gesehen. Ich habe kein Gefühl, wo die Entwicklung hingeht. Die Zeichen stehen nach meinem Gefühl nicht auf Bürgerkrieg und somit können wir reisen. Wir legen unsere Sachen für die Reise zusammen. Für Ruth eine willkommene Gelegenheit, ihr Zimmer auszumisten.
Braunschweig, Montag 20. Januar 2014

Heute haben wir Hepatitis impfen lassen. Eigentlich müssten wir auch Typhus auffrischen lassen, aber Ruth hat letzte Woche keinen Impfstoff auftreiben können. Morgen probieren wir es im Gesundheitsamt. Ruth hat sich heute noch eine neue Camera von Panasonic gegönnt und studiert sie gerade. Was für eine Stille im Haus! Wir freuen uns jeden Tag mehr auf die bevorstehende Abreise. Die Koffer wiegen nur 3,1 kg. Wir wollen uns beim Einpacken "weise Beschränkung" auferlegen, hat doch die Erfahrung gezeigt, dass wir regelmäßig zuviel mitnehmen. 
Braunschweig, Mittwoch 22. Januar 2014

Seit heute gilt in Bangkok und Umgebung der Ausnahmezustand. Demos von mehr als 5 Personen können verboten werden, Ausgangssperren können verhängt werden, Polizei kann Sonderbefugnisse bekommen. Eine Ausgangssperre ist bislang nicht verhängt worden, eine Reisewarnung des auswärtigen Amtes liegt nicht vor. Wir haben vor, die Reise anzutreten. Auch unter den Bedingungen des Ausnahmezustandes, der für 60 Tage gilt. Wir verfolgen die Ereignisse und ziehen falls nötig im letzten Moment die Reissleine. Dann müssten wir ebend auf die Reiserücktrittsversicherung zurückgreifen.
Das Gesundheitsamt empfiehlt keine Typhus Impfung. Die Wirksamkeit stehe im Zweifel. Und aus stehendem Wasser(löchern) wollen wir sowieso nicht trinken. Also vertrauen wir auf die Restwirkung der alten Impfung und verzichten auf Leichtsinn.
Südthailand
Südthailand
Nordthailand
Nordthailand
Braunschweig, Donnerstag 23. Januar 2014

Nach Einschätzung des DLF steigt die Gefahr, dass die Demonstrationen gewalttätig werden könnten. Vor allem nächste Woche, der Woche vor den geplanten Wahlen. Wir werden die Entwicklung bis zu unserem Abflug genau beobachten.

Die Entfernung von Braunschweig bis Bangkok beträgt ca. 12.000 km. In Thailand fahren wir dann mit dem Binnenschifffahrt von Bangkok nach Ayuthaya, ca. 80 km. Von Ayuthaya fahren wir dann mit dem Zug nach Phitsanulok, ca. 300 km. Von dort geht es wieder mit dem Zug weiter nach Chiang Mai, ca. 350 km. Von dort fliegen wir dann nach Trang in den Süden, ca. 1.500 km.
Braunschweig, Freitag 24. Januar 2014

Vergangene Nacht hat es geschneit. Die Situation in Thailand hat heute zumindest keine Schlagzeilen produziert. Dafür hat sich eine neue Front aufgetan: die Fluglotsen in Europa wollen nächste Woche streiken. Am Montag in Frankreich, am Mittwoch in Deutschland. Da passt unser Abflug am Dienstag gerade dazwischen, wenn sich alle an ihre Pläne halten. Diese Reise mutet wie eine Sammlung von Konfliktfeldern an, die wir miterleben wollen: Streik der Fluglotsen, Erdogans Überlebenskampf bei der Zwischenlandung in Istanbul, politischer Machtkampf in Bangkok. Wenigstens wird's warm. Und um den Kontrast so richtig erlebbar zu machen, stellen wir erst einmal ein Bild der hiesigen Ralität ein.



Schnee 24. Januar
Schnee 24. Januar
Braunschweig, Sonntag, 26. Januar 2014

10 Grad Kälte, etwas Schnee, leichter Wind, da wurde der Spaziergang im Westpark zur Herausforderung. Umso heißer wird es in Bangkok: neulich wurde ein Anführer der Rothemden, der regierungsanhänger, angeschossen. Heute wurde ein Führer der Gelbhemden, der Opposition, erschossen. Das auswärtige Amt hat seine Reisehinweise seit dem 22. Januar nicht aktualisiert. Die Zeitungen sprechen von der Gefahr eines Gewaltausbruchs, der bis zur Stunde nicht stattgefunden hat. Wir sind von Mittwoch bis Freitag in Bangkok, die Wahlen (die die Opposition verhindern möchte) sollen nächsten Sonntag stattfinden.  Schauen wir mal, was der morgige Tag bringt.
Sonne zum Abschied
Sonne zum Abschied
Braunschweig, Montag 27. Januar 2014

Über Nacht ist Schnee gefallen, der Tag beginnt mit Schneeschippen. Dann kommt zum Abschied die Sonne durch, ein stimmungsaufhellender Anblick! Morgen werden wir 8.15 Uhr abgeholt und am gleichen Tag will die thailändische Ministerpräsidentin mit der Wahlkommission über eine Verschiebung der Wahlen sprechen. Aber die Demos sollen aufhören. Wie dieses Pokern wohl ausgeht? Wir werden's am Mittwoch aus erster Hand erfahren. Jetzt freuen wir uns erst einmal aus den Beginn der Reise.


Unser neuer Mitbrwohner, das Eichhörnchen
Unser neuer Mitbrwohner, das Eichhörnchen
Hannover, Dienstag 28. Januar 2014

Sonne, freundlicher Check in bei Turkish Airlines, Internetverbindung in der Lounge klappt auch, so macht die Reise Spaß. Wir sind gespannt, was die Handwerker in der Zwischenzeit anstellen und überlassen das Haus seinem Schicksal. Fünf Wochen einfach nicht mehr dran denken.
Istanbul, Dienstag 28. Januar 2014

10 Grad und Sonnenschein. Wir bewegen uns offensichtlich in die richtigr Richtung. Frisch gestärkt vom Mittagessen auf dem Turkish Airlines TK Flug. Die Lounge von Turkish Airlines auf dem Flughafen Istanbul ist angenehm, sehr angenehm.  Ruth ist geradezu entzückt von dezenter klassischer Musik, Riesenbildschirmen, vielfältigem Angebot von Essen und Trinken. Ich habe noch eine CD mit einer Neueinspielung traditioneller türkischer Musik gekauft, war eine Empfehlung aus der TK Kundenzeitschrift. Reedflöte und Laute, mal sehen, wie sich das in fünf Wochen anhört. Schnell noch die Uhr eine Stunde vorgestellt, sonst kämen wir zu spät zum Anschlussflug. 
Bangkok, Mittwoch 29. Januar 2014

Wir sind im Lamphu Tree House angekommen. Das war ein ganz toller Flug mit Turkish Airlines. Drei Menschen in Kochbekleidung mit Kochmützen sorgten für schmackhaftes türkisches Essen. Die Sitze ließen sich ganz in die Horizontale bringen, wir haben tief geschlafen.
Ruth studiert die neue Lumix von Panasonic, nicht stören!
Ruth studiert die neue Lumix von Panasonic, nicht stören!
Flachgelegt
Flachgelegt
Alles schön in Bangkok!
Alles läuft wie am Schnürchen: schnelle Passabfertigung, Gepäck schon da, Geld mit der Visakarte gezogen, public taxi gleich gefunden.
Warum der Taxifahrer so lange mit der Zentrale über unser Fahrtziel gesprochen hat merken wir nach einer halben Stunde Fahrt, ohne Staus, ohne Demos: die Fahrt endet am Flussufer, zwischen uns und dem Hotel liegt ein breiter Fluss, auf den hochseetüchtige Schiffe verkehren. Bald kommt eine Hotelangestellte, die ein Speedboot bestellt hat
Hilfe, diese Nussschale trägt unmöglich uns vier und die Koffer, Wenn die in's Wasser fallen!? Aber am Ende ragt die Bordwand noch etwas über dem Wasser heraus, ein hochseetüchtiges Schiff kommt auch gerade mal nicht vorbei, also nichts wie rüber zum anderen Ufer, ran an den wackeligen Steg aus zusammengebunden denen Holzpaletten, die unter meiner und des.Koffers Last mal kurz Abtauchen und mir nasse Füße bescheren. 
Speedboot, kommen!
Speedboot, kommen!
Tree House, einzelne Türme, unten nassräume, Aussenduscge, Garderobe, oben Schlafraum, Terrasse, auf dem Dach Sonnenliege
Tree House, einzelne Türme, unten nassräume, Aussenduscge, Garderobe, oben Schlafraum, Terrasse, auf dem Dach Sonnenliege
Restaurant, Caffee. Die Bambusrohre erzeugen bei Wind einen schönen Klang
Restaurant, Caffee. Die Bambusrohre erzeugen bei Wind einen schönen Klang
Vor den "Wohntürmen" fahren Ozeanschiffe vorbei
Vor den "Wohntürmen" fahren Ozeanschiffe vorbei
Bangkok, Donnerstag 30. Januar 2014

Nach einem diesigen Morgen kommt 9.00 h die Sonne durch. Gestern Abend haben wir noch auf der Dachterrasse gelegen, die Sterne und die Lichter der Großstadt beobachtet und die vielen Schiffe auf dem Fluss. Im Hotel ist wenig los, Vorsaison. Von Land aus führen nur betonierte Stege zum Hotel. Der Fluss dehnt sich mit seinem Überflutungsgebiet tief in das Land aus. Nix mit Flussbegradigung und Eindeichung. Wir haben uns 10 Stunden lang ausgeschlafen und fühlen uns wohl.
Vor der Überfahrt, der Größere hat immer Vorfahrt
Vor der Überfahrt, der Größere hat immer Vorfahrt
Die Taxifahrt ins Zentrum har eine Stunde gedauert. Wir haben dabei bemerkt, dass wir nicht im Lampou Tree House gelandet sind, sondern im Bangkok Tree Hotel. Da muss mir bei der Internetbuchung ein Fehler unterlaufen sein. Den wir nicht wirklich bereuen. 

Heute und morgen ist chinesisches Neujahrsfest. Heute wird gebetet, morgen wird gefeiert. An beiden Tagen herrscht Feiertagsruhe in der Stadt. Nach den Andachten kommen wir 13.00 h in den großen Palast. Was für eine Pracht, und alles erst kürzlich restauriert. Wir kommen aus dem Staunen gar nicht wieder raus: Gold, Mosaiken, Wandmalereien. Wir stellen im Anschluss ein paar Fotos rein. 

Wesentlich Schlichter fiel da der Tempel mit dem lächelnden Buddha aus, der mir in seiner Ruhe sehr gut gefiel. Beeindruckend auch der Marmor Tempel, in dem Buddhafiguren in großer Anzahl ausgestellt sind.

Nach einem schmackhaften Thai Schnellimbiss kamen wir auf der Rückfahrt an ein paar Straßensperren mit gelben Flaggen vorbei, aber kaum Menschen zu sehen.
Ruth balanciert auf den Hotel Bootsanleger
Ruth balanciert auf den Hotel Bootsanleger
Großer Palast von 1782
Großer Palast von 1782
Im Gespräch
Im Gespräch
Gebäude des großen Palastes
Gebäude des großen Palastes
Mit dem Tuk Tuk im Zentrum Bangkoks
Mit dem Tuk Tuk im Zentrum Bangkoks
Skyline auf der Rückfahrt vom Zentrum nach Bang Na
Skyline auf der Rückfahrt vom Zentrum nach Bang Na
The King is watching us eveywhere
The King is watching us eveywhere
Jetzt darf ich auch mal was schreiben (Ruth) : die Gebäude des Palastes sind wirklich gigantisch? so faszinierend habe ich sie mir nicht vorgestellt! 
Die Fahrt mit dem Tuk Tuk ist etwas gewöhnungsbedürftig! Die Autoabgase hält man dabei nur schlecht aus! Aber witzig ist die Fahrt trotzdem. 
Für 20.30 h bietet das Hotel eine Speedbootfahrt raus auf den Fluss zum Feuerwerk anlässlich des chinesischen Neujahrsfestes an. Wir schreiben das Jahr des Pferdes. Raus auf den Fluss, ein ganzes Stück flussaufwärts, ran an das dicht bewachsene Wilde Ufer und da plötzlich das Feuerwerk: in einigen Palmen und Laubbäumen am Uferrand blinkten hunderte von phosphoreszierenden Käfern! Fotografieren vom Boot aus verboten. Es war eine wirkliche Glühwürmchennacht. Unverhofft, mitten in Bangkok. Wer hätte ein solches Sylvesterfeuerwerk für möglich gehalten. Ansonsten tagsüber vereinzelte Knaller, keine Raketen, eeegaaal. Wir haben das Jahr des Pferdes auf der Terrasse am Fluss mit drei Heineken würdevoll begrüßt.

Bangkok, Freitag 31. Januar 2014

Wir sind Deutschland 6 Stunden Voraus, es ist 21.00 h hier und seit drei Stunden dunkel. Der chinesische Neujahrstag geht zur Neige. Auch heute war die Stadt in Feiertagsstimmung, farbenfroh, ruhig, die buddhistischen Thais nehmen das chinesische Neujahrsfest genauso ernst wie die Chinesen. Die Stadt war an vielen Stellen mit roten Lampions geschmückt. Ruth ist erleichtert, ihr wurde weder im Hotel noch in den Thai Imbissen an der Straße " scharfes" Essen serviert, die Bitte " Not spicy" zeigte überall die gewünschte Wirkung. Wir haben im Kontakt mit den Thailändern gute Erfahrungen gemacht: ein Lächeln beim Augenkontakt auf der Straße, Mitleid bei unserem Kampf die Glasnudeln mit Stäbchen aus der Suppe auf den Löffel zu bugsieren, Geduld beim Besteigen des wackeligen Speedbootes, hilfreiche Hinweise für die Stadtbesichtigung durch einfache Menschen auf der Straße.
Glasnudeln mit Stäbchen essen, eine echte Aufgabe!
Glasnudeln mit Stäbchen essen, eine echte Aufgabe!
Ein glückliches neues (Pferde-)Jahr!
Ein glückliches neues (Pferde-)Jahr!
Bangkok, Sonnabend 1. Februar 2014

Der Tag beginnt diesig, die Sonne ist dabei, sich durchzukämpfen. Die Seite des auswärtigen Amtes weckt Sorgen, die mit der von ins erlebten Realität nichts zu tun haben. Gestern Abend geschäftiges Treiben, als wir auf dem Nachhauseweg durch das Zentrum fuhren. Keine Demonstranten weit und breit. Heute Mittag fahren wir mit dem Taxi zum Pier, gehen auf ein altes umgebautes Boot für den Reistransport mit sechs Kabinen und fahren über Nacht 80 km flussaufwärts, raus aus der Stadt. Wenn wir wieder WLAN haben und Lust zum Schreiben, melden wir uns wieder.
Zu früh gefreut, das hätte auch schiefgehen können! Das Taxi war für 12.00 h bestellt. Wir gehen etwas früher fünf Minuten mit unserem Gepäck über Betonstege zum öffentlichen Bootsanleger und Strassenzugang, dort ist Treffpunkt. Ein Hotelangestellter kommt mit und prüft, ob die Abholung auch klappt. Klappt nicht. Taxi kommt nicht. Also nehmen wir die öffentliche Fähre an's andere Ufer, von wo wir sonst auch immer Taxis genommen haben. Die fahren heute aber nicht an unser Ziel in der Stadt, dort wird demonstriert. Uns wird die Zeit knapp. Gut, dass der Hotelangestellte mitgekommen ist. Taxi zur Schnellbahn (Skytrain), Anruf bei der Schiffahrtsgesellschaft, dass wir unterwegs sind. 13.15 h ist Check in, 13.30 h Abfahrt. Aber erst noch Umsteigen in einen anderen Zug. Wir gondeln endlos durch Bangkok und die Sorge wächst, dass wir zu spät kommen. Wir sehen viele kleine Zelte der Demonstranten, wie kommen wir da zu Fuß durch? Raus aus der Station, statt Chaos aber normaler Straßenverkehr, keine Plakate von Demonstranten, keine Menschenmassen. Der Hotelangestellte alle paar Minuten am Handy. Schnellen Schritts mit Koffern und Taschen über Hinterhöfe an den Fluss, da liegt das Schiff, der Kapitän kommt uns entgegen, 13.29 h, Koffer an Deck, Trinkgeld für den Hotelangestellten, rauf auf's Schiff und schon legen wir ab. Was war das? Demo ohne Menschenmassen, trotzdem Behinderungen auf den Straßen, die wir aber nur gespürt, nicht gesehen haben. Fazit: wir haben irres Glück gehabt, lassen uns in die Deckchairs fallen, spüren, wie die Spannung aus dem Körper entweicht und erleben die Ruhe auf dem Schiff und das gleichmäßige Tuckern des Diesels umso intensiver. Was für eine Erleichterung was für ein Glücksgefühl!
Abschied von Bangkok: Blick auf den Wat Arun von einem Restaurant am gegenüberliegenden Flussufer
Abschied von Bangkok: Blick auf den Wat Arun von einem Restaurant am gegenüberliegenden Flussufer
Morgens auf dem Reiskahn
Morgens auf dem Reiskahn
Ayutthaya, Sonntag 2.2.2014

Heute ist der berühmt, berüchtigte Wahltag. Fahnen, Wahlplakate, viel Polizei vor den Wahllokalen. Von  Demos ist hier in der Provinz keine Spur.

Wir haben in der kleinen Kajüte ganz gut geschlafen, Bettlänge 1.80 m. Das Boot lag über Nacht am Pier eines Tempels. 6.30 h haben wir abgelegt, eine halbe Stunde später Zwischenstopp an einem Dorf einer aus Burma stammenden Glaubensvariante. Heute am Sonntag ist 7.00 h noch nichts los. Vom Fluss steigt immer dichterer Nebel auf, das Schiff läuft mit halber Kraft. 9.30 h kommen wir in Ayutthaya an. Die Sonne ist durchgekommen, gefühlte 33 Grad. Tony's Place ist im Kern ein Holzhaus, schon älter, gepflegt, unten mit Restaurant. Überwiegend jüngere Reisende, südamerikanische Musik. Alles angenehm informell gehalten. Den Spaziergang brechen wir schnell ab, einfach zu heiß dafür und die Entfernungen zu groß. Wir machen die Entdeckungstour mit dem Tuk Tuk: sehr gut gefällt uns ein ganz leicht lächelnder Steinbuddha im Wat Mahat Tat und ein in Baumwurzeln eingewachsener Buddhakopf, liegender Steinbuddha im Wat Lukayasutharam, und dann der wunderschön verzierte Tempel Wat Na Phra Men. Jetzt reicht es mit Kultur, zu dem letzten Tempel kehren wir sicherlich noch einmal zurück, sattsehen an den Verzierungen. 

Am Bahnhof kaufen wir das Bahnticket für die Weiterfahrt, klappt gut auf Englisch und sind nur 3,5 h. Klimatisiert. Alles geregelt, jetzt können wir ins entspannt auf die Stadt einlassen.


Ayutthaya, Montag 3. Februar 2014

Gestern Abend haben wir wohl zum dritten Mal Sylvester gefeiert. Schön geschmückte Stände auf den Strassen rund um das Hotel. Ruth: Überall werden kleine Darbietungen gezeigt: Z.B. Kinder in traditionellen Kostümen, oder begeisterte Sänger . Haben den ganzen Abend die herrlichen  Sylvesterspezialitäten probiert! Wir wußten zwar nicht immer was wir gegessen haben, aber alles hat köstlich geschmeckt, und die Speisen sind uns auch hervorragend bekommen. Es waren jedenfalls keine Käfer  oder Geröstete Maden dabei. die haben wir heute nachmittag an einem Stand entdeckt. Foto folgt noch. Heute geht die sylvesterfeier weiter und wir werden uns erneut durchfuttern und uns nicht abschrecken lassen. So oft haben wir noch nie ein neues Jahr begrüßt!!! 
die Temperaturen sind auf 36 Grad gestiegen. Da sieht man mich schon von weitem: groß mit knallrotem Kopf. 
viele Touristen gibt es hier im Moment nicht. 






  


Sushi Stand auf der Meile
Sushi Stand auf der Meile
Der umgebaute Reiskahn
Der umgebaute Reiskahn
Frisch frittiert, aber wir haben trotzdem verzichtet
Frisch frittiert, aber wir haben trotzdem verzichtet
Lecker Käfer mit Lauch...
Lecker Käfer mit Lauch...
Eine exzellente Wahl: Örtliches Sternerestaurant, wir konnten die Zutaten inspizieren, der Köchin zuschauen, alle Kundenwünsche wurden berücksichtigt, ein tolles geschmackliches Erlebnis!
Eine exzellente Wahl: Örtliches Sternerestaurant, wir konnten die Zutaten inspizieren, der Köchin zuschauen, alle Kundenwünsche wurden berücksichtigt, ein tolles geschmackliches Erlebnis!
Am Nachmittag haben wir das Schiffsmuseum besucht. In dem Privathaus und im Garten eines lokalen Schiffsbaulehrers sind dicht gedrängt alte Boote und von ihm hergestellte Bootsmodelle ausgestellt. Eine Oase in der Stadt. Voller großer tropischer Bäume. Die alten Boote sind aus Teakholz. Der Chef persönlich begleitet uns durch seine Ausstellung, am Stock, mit unübersehbarem Stolz. Fotografieren verboten, wir bewahren uns die Erinnerung an eine besondere Begegnung.
Nudelsuppe mit Schweinefleisch
Nudelsuppe mit Schweinefleisch
Ayutthaya, Dienstag 4. Februar 2014

Das Hochladen von Fotos auf dieser Seite ist sehr langsam geworden und klappt nicht immer. Ich vermute, wir erreichen die Grenze der Speicherkapazität dieser Seite und haben deshalb schon eine neue begonnen: "Thailand, Februar 2014, Teil zwei"