Otjiwarongo

Wie uns eine Apothekerin in Swakopmund erklärte, beginnt die Regenzeit im Etosha Park und Chobe Park eigentlich erst im März und nicht schon im Januar/Februar, wie es in vielen Büchern steht und auch sonst oft gesagt wird. Dieses Jahr hat es bislang nur sehr wenig geregnet. Die Malariaprophylaxe beginnen wir deshalb erst am letzten Tag im Etosha Park, vor der Weiterfahrt in den Caprivi Streifen und nach Chobe. Eine hohe Dosis Vitamine B soll die Mücken auch abschrecken, Haut, die nach Hefe riecht, mögen sie nicht. Und außerdem nehmen wir Mückenspray.


Wir sind 8.30 Uhr Richtung Otjiwarongo losgefahren. Ca. 4 Stunden reine Fahrtzeit. Bei der Abfahrt in Swakopmund nieselt es und wir haben gerade mal 19 Grad. Mal sehen, wie sich die Temperaturen entwickeln. Wir sind jetzt seit 1,5 Stunden auf asphaltierter Straße unterwegs. Wenige Autos, meist Lastwagen, kommen uns entgegen. Rundherum endlos flaches, mit vertrockneten Grasbüscheln und kleinen grünen Sträuchern bewachsenes Land. In der Ferne kahles, dunkles Gebirge. Kein einziges Haus weit und breit. Die Temperatur beträgt schon 29 Grad. Je weiter wir ins Inland kommen, umso heißer wird es. Im Moment fahren wir auf dem Trans-Kalahari-Highway auf 1.200 m Höhe. Nach 3 Stunden haben wir 33 Grad, der Baumbestand wird mehr und wir müssen jetzt auf Tiere achten, die die Fahrbahn überqueren könnten, insbesondere Antilopen und Warzenschweine, die gerade Nachwuchs bekommen haben. Unterwegs machen wir halt und stärken uns landestypisch (???) mit gebackenem Camembert und griechischem Salat.   

... es muß ja nicht immer geräucherter Oryx oder Springbockcarpaccio sein...
... es muß ja nicht immer geräucherter Oryx oder Springbockcarpaccio sein...
Wie lange hält dieser Baum wohl den auf 3 m gewachsenen Termitenhügel aus?
Wie lange hält dieser Baum wohl den auf 3 m gewachsenen Termitenhügel aus?

Weiße werden immer weniger in dieser Gegend. Sie begegnen uns als Goldschmiedin (tolle Aquamarine), als Betreiber einer Lodge, Bauunternehmer. Schwarze dominieren das Straßenbild, sie machen u.a. großformatige Holzschnitzereien.


Je länger wir unterwegs sind, desto üppiger wird die Vegetation und die Bäume höher. Hoch genug, um den ersten Giraffen Nahrung zu bieten. Immer mehr Warzenschweine mit ihren Familien tauchen am Straßenrand auf.  

Jetzt haben wir über die Hälfte unseres heutigen 280 km Trips geschafft. Die Farmen am Weg haben meist deutsche Namen. Während der Fahrt hören wir Hit Radio Namibia auf deutsch!
Jetzt haben wir über die Hälfte unseres heutigen 280 km Trips geschafft. Die Farmen am Weg haben meist deutsche Namen. Während der Fahrt hören wir Hit Radio Namibia auf deutsch!

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Kommentare: 2
  • #1

    Engel (Mittwoch, 14 Januar 2015 19:58)

    Hallo ihr beiden, danke für die Geburtstagswünsche. Die Fotos sind mal wieder super.
    Bin gespannt, wie es bei euch weiter geht. Hoffe, das neue Auto ist besser als sein Vorgänger.
    Liebe Grüße
    Ditmar

  • #2

    muellerblohm (Mittwoch, 14 Januar 2015 21:09)

    Hallo Ditmar,
    ja, der Ford läuft viel besser als der Vorgänger, wir fühlen uns sicherer. Wir haben ein paar neue Erfahrungen und Fotos eingestellt. Erst sah ja alles hier in Otjiwarongo eintönig, trostlos aus, dann ist daraus ein erlebnisreicher, schöner Tag geworden.
    Lg, auch an Andreas, Ruth und Günther